"Die Honorare für die Ärzte sollen jedoch weiter auf Landesebene vereinbart werden, um auf regionale Unterschiede eingehen zu können."
(ÖGK-Generaldirektor Mag. Bernhard Wurzer in der Ärzte Krone 18/2019)
Das Erfreulichste ergibt sich dabei aus der Fusion von BVA und VAEB zur BVAEB. Die Gesamtvertragsvereinbarung zwischen den Sozialversicherungsträgern und der ÖÄK, zu der die Ärztekammer für Salzburg erheblich beitragen konnte, bewirkt eine sofortige Anhebung der Honorare auf das Niveau des jeweils höheren Tarifes (meist BVA-Tarif).
Bei der künftigen SVS ist es nicht so einfach, weil die Höhe der SVA-Tarife und die der neun verschiedenen Länder-GKK-Tarife der SVB-Versicherten teilweise sehr erheblich divergieren. Hier erfolgt die Anhebung auf drei bis fünf Jahre aufgeteilt. Für Bundesländer mit hohen GKK-Tarifen, wie Vorarlberg und Salzburg, bestand die Gefahr, dass es auch zu Honorarverlusten hätte kommen können. Es gelang jedoch, ebenfalls durch starke ÄKS-Beteiligung, eine Regelung durchzusetzen, die in Summe für Salzburg keine und für Vorarlberg nur minimale Verluste ergibt, die aber wiederum durch Einzelmaßnahmen ausgeglichen werden.
Bei der künftigen ÖGK bleiben ja vorläufig die Tarife der Länder-GKK erhalten. Somit sind vorerst keine negativen Auswirkungen zu erwarten. Auch der Wegfall der Fremdkassenregelung konnte zumindest in Salzburg durch eine Erhöhung der Staffelgrenzen und eine Reduzierung des Abschlags jenseits der Staffelgrenzen weitgehend ausgeglichen werden. Dennoch wird es bei einigen wenigen KassenärztInnen zu Verlusten kommen, die durch zusätzliche Ausgleichszahlungen zumindest in den ersten Jahren abgefedert werden können. Große Probleme werden erst dann auftreten, wenn die ÖGK herangeht, die neun Ländertarife zusammenzuführen und dabei die Tarife nicht an den jeweils höchsten Landestarif heranführen möchte.
Für WahlärztInnen werden die Änderungen kaum Konsequenzen haben, sieht man von den neuen Kassennamen auf den entsprechenden Formularen ab. Eine prompte Rechnungslegung bzw. Abrechnung jedenfalls vor Jahreswechsel ist empfehlenswert und lässt hoffen, dass zumindest hier ein oft zitiertes Grundprinzip der Gesundheitsreform umgesetzt werden kann – und zwar „Geld folgt Leistung“!
Dr. Walter Arnberger
"Wir warnen vor Vasallen-Kassen ohne Steuerungsmöglichkeit."
(Dr. Karl Forstner, Präsident der Salzburger Ärztekammer, in der Ärzte Krone 7/2018)