Mit sechs Mandaten sind Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung in der Vollversammlung und in der Kurie der angestellten Ärzte wieder stärker vertreten. Aber auch in diversen Gremien, Referaten und Ausschüssen arbeiten junge Kolleginnen und Kollegen mit und gestalten ihre eigene Zukunft.
Neben den Kammerfunktionen engagieren sich auch junge Kolleginnen und Kollegen in den Spitalsärztevertretung. Denn nach der neuen Kammersatzung sollte in jedem Krankenhaus ein Arzt in Ausbildung der Spitalsärztevertretung angehören. So bilden wir ein Netzwerk an motivierten jungen Ärztinnen und Ärzten, die zu Ansprechpartnern für die Anliegen junger Kolleginnen und Kollegen werden. Um sich auszutauschen und auf einen Informationsstand zu bringen, fanden regelmäßige Sitzungen unter den jungen Kollegen statt.
Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt in der Einforderung von optimalen Rahmenbedingungen für unsere Ausbildung. Dazu zählt die Förderung nach Umsetzung stimmiger Ausbildungskonzepte und ein zuverlässiges Mentoring durch Ausbildungsverantwortliche genauso wie die Finanzierung und Ausweitung der Lehrpraxis in der allgemeinmedizinischen Ausbildung. Aber auch die Umsetzung des Ärztearbeitszeitgesetzes und eine faire und wettbewerbsfähige Entlohnung sind Themenbereiche, in die wir uns einbringen.
Erfreulicherweise konnte in Salzburg ein Projekt verwirklicht werden, das sowohl die Finanzierung der Lehrpraxis gewährleistet als auch ein ergänzendes Seminar- und Mentorenprogramm zur Weiterentwicklung der Allgemeinmedizinischen Ausbildung initiierte. Dementsprechend zeigten die Evaluierungsergebnissen der letzten Jahre, dass die Ausbildung in Salzburg häufig signifikant besser bewertet wird als der österreichische Durchschnitt.
Außerdem wollten wir die Digitalisierung in der Ärztekammer vorantreiben. So sollte das Rasterzeugnis direkt durch die Ausbildungsstätte elektronisch an die Ärztekammer ausgestellt werden können und so eine Vollständigkeitsprüfung automatisch erfolgen. Außerdem sollten die Ergebnisse der Ausbildungsevaluierung im Detail für jeden zugänglich gemacht werden, um so die Vergleichbarkeit der Ausbildungsstätten untereinander zu ermöglichen und einen Wettbewerbsfaktor bei der Rekrutierung von jungen Ärztinnen und Ärzten zu etablieren. Dies dient im Endeffekt der Schaffung und Sicherung einer angemessenen Ausbildungsqualität.
Es konnten bereits in der Vergangenheit durch den Einsatz junger Kolleginnen und Kollegen in der Interessensvertretung Verbesserungen in unserem Arbeitsumfeld geschaffen werden. Es lag an uns, diese Tradition fortzusetzen. Mit einer gestärkten jungen Kammer in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen waren wir gut aufgestellt, dieser Rolle gerecht zu werden, und hoffen, dieses Engagement an die nächste Generation junger Ärztinnen und Ärzte weitergeben zu können.
Reinhard Bittner hat seine Ausbildung zum Allgemeinmediziner absolviert und ist nun in Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie im Landeskrankenhaus. Er war bereits als Turnusärztevertreter im Landeskrankenhaus tätig und ist gegenwärtig als 1. Kurienobmann-Stellvertreter in der Kurie der Angestellten Ärzte für alle Anliegen der Ärzte in Ausbildung zuständig. Er ist auch in Ausschüssen in der Salzburger Ärztekammer wie auch in der Österreichischen Ärztekammer tätig und vertritt dort die Interessen der Ausbildungsärzte.
„Es ist unser gemeinsamer Auftrag, den Beruf des Arztes für die Zukunft zu gestalten. Dabei geht es darum, die Lebensrealitäten und die Bedürfnisse der kommenden Generationen zu berücksichtigen und ein entsprechendes Angebot für junge Ärzte zu gestalten. Dazu gehört eine fundierte, qualitativ hochwertige Ausbildung und Vorbereitung auf unser späteres Aufgabenportfolio wie auch die Schaffung eines Arbeitsumfeldes, das mit den jeweiligen persönlichen und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten umzugehen weiß.“
Matthias Vavrovsky absolvierte eine Facharztausbildung für Innere Medizin im Krankhaus der Barmherzigen Brüder. Als Sektionsobmann, Turnusärztereferent und Spitalsärztevertreter möchte er Ansprechpartner für junge Ärztinnen und Ärzte in der Ärztekammer sein.
„Ich möchte euch einladen, mit mir eure Ideen für eine zukunftsorientierte Berufsinteressensvertretung zu teilen. Denn die Kammer braucht unseren Input. Wir werden gemeinsam die Kammer und unser Arbeitsumfeld nach unseren Wünschen und Vorstellungen für die Zukunft mitgestalten!“
Sebastian Pagitsch absolvierte eine Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe in den Salzburger Landeskliniken. Im April 2017 hat er im Landeskrankenhaus Salzburg die Ausbildung zum Allgemeinmediziner abgeschlossen.
In der Ärztekammer Salzburg ist er als stellvertretender Turnusärztereferent, stellvertretender Finanzreferent sowie als Mitglied im Niederlassungsausschuss tätig. Außerdem ist er als Spitalsärztevertreter im Landeskrankenhaus Salzburg und in der Landesklinik Hallein vor Ort für die Interessen der Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung im Einsatz.
„Die österreichische Ärzteschaft steht vor einem Generationenwechsel. Ich werde gemeinsam mit meinen engagierten KollegInnen in der Jungen Ärztekammer Salzburg dafür Sorge tragen, dass im Zuge dieses Wechsels die Wünsche und Bedürfnisse von uns jungen Ärztinnen und Ärzten gehört und bestmöglich umgesetzt werden.“
Bernhard Schnöll ist Anästhesist im Landeskrankenhaus und hat viele Jahre als Turnusärztereferent in der Ärztekammer mitgearbeitet. Sein neuer Aufgabenbereich ist ein Platz im Verwaltungsausschuss.
„Der Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer ist ein generationsübergreifendes Vorsorgewerk für uns Ärztinnen und Ärzte. Selbstverständlich sollten dann auch alle Generationen im Verwaltungsausschuss vertreten sein, um seine Ausrichtung für die nächsten Jahre und Jahrzehnte festzulegen. Mir gefällt dabei besonders der Solidargedanke innerhalb unserer Berufsgruppe und es freut mich, dass ich hier meinen Beitrag leisten darf.“
Georgina Brandtner ist Assistenzärztin für Kinder- und Jugendchirurgie an der Uniklinik für Kinder- und Jugendchirurgie, Salzburg.
„Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, dem hohen Frauenanteil in der Medizin gerecht zu werden. Ärztinnen sollten in allen Gremien in repräsentativer Anzahl vertreten sein, um die für sie relevanten Themen einbringen zu können und an der Entscheidungsfindung teilzunehmen. Es bedarf zudem passender Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuungsmöglichkeiten, um eine bessere Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf, sei es während der Ausbildung oder der weiteren Karriere, zu ermöglichen.“
Wolfgang Huber ist Arzt für Allgemeinmedizin und Dermatologe an der EMCO.
Dr. Reinhard Bittner | Kurienobmann Stellv. |
Dr. Matthias Vavrovsky | Sektionsobmann Ärzte in Ausbildung |
Dr. Sebastian Pagitsch | Tunusärztereferent Stellv. |
Dr. Bernhard Schnöll | Verwaltungsausschuss |
Dr. Georgina Brandtner | Ärztinnenreferat |
Dr. Wolfgang Huber | Kammerrat |
Gesamtbewertung der Ausbildungsqualität |
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Basisausbildung |
Allgemeinmedizinische Ausbildung |
Facharztausbildung |
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Anzahl |
Bewertung |
Anzahl |
Bewertung |
Anzahl |
Bewertung |
2017 |
33 |
2,52 |
241 |
2,29* |
128 |
2,15 |
2018 |
63 |
2,37 |
202 |
2,13* |
162 |
2,10* |
2019 |
81 |
2,16* |
159 |
2,08* |
193 |
2,20 |
/ * signifikant besser bewertet als im Österreich-Durchschnitt |
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(Im Jahr 2020 fiel die Ausbildungsevaluierung aufgrund der COVID-19-Pandemie aus, die Ergebnisse für das Jahr 2021 lagen bis zum Redaktionsschluss noch nicht vor.) |