Komplementärmedizin hat Zukunft
Es gibt eine laufende Diskussion über den Wert der Komplementärmedizin. Mir ging es in dieser Funktionsperiode darum, eine verantwortungsbewusste ärztliche Komplementärmedizin durch Information, Ausbildung und Wertschätzung zu unterstützen. Ein faires Miteinander zwischen konventioneller und komplementärer Medizin im Sinne der Integrativmedizin, mit einer respektvollen, akademisch geführten Diskussionskultur und ärztlicher Kompetenz.
Von Salzburg ausgehende Unterschriftenliste
Eine in Salzburg gestartete Unterschriftenaktion führte zu einem österreichweiten gemeinsamen Positionspapier "Komplementärmedizin an den Universitäten", abgestimmt mit dem Dachverband für ärztliche Ganzheitsmedizin und der Wiener internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED). Und natürlich mit den Referenten der anderen Bundesländer. Zudem wurde die aktuelle Situation der Komplementärmedizin in der Ärztekammer dargestellt. Das hat dazu geführt, dass sich die Österreichische Ärztekammer klar für eine qualitätsvolle ärztliche Komplementärmedizin und die Beibehaltung der Diplome ausgesprochen hat.
Laufender Diskussionsprozess
Nebenbei war mein Beitrag in den letzten Jahren ein Diskussionsprozess, auch in der Öffentlichkeit, zu den Themen Ganzheitsmedizin und Dialog in der Medizin. Zusätzlich gab es klärende Gespräche mit der Wirtschaftskammer über die klaren Grenzen nichtärztlicher Tätigkeiten.
Aktive Rolle in der Pandemie
In der laufenden Corona-Situation war es mir ein Anliegen, Beiträge zur Prophylaxe und unterstützende Maßnahmen mit gutem wissenschaftlichem Hintergrund zu liefern, um uns selber und unsere Patienten in eine aktivere Rolle bringen zu können. Leider war dieses Thema sehr emotionsgeladen, was einer offenen und ehrlichen Diskussion nicht immer förderlich ist.
Integrative Medizin
Gemeinsam mit dem Österreichischen Dachverband für ärztliche Ganzheitsmedizin und der Wiener internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin gibt es eine sehr konstruktive Kooperation, um die Bedeutung der Komplementärmedizin in der täglichen Praxis besser sichtbar zu machen, die Ausbildung und den interdisziplinären Austausch zu fördern.
Einladung zur Mitgestaltung
Wir sollten viel mehr die Möglichkeit nutzen, erworbenes Wissen und gemachte Erfahrungen, die wir für wichtig und hilfreich erachten, einer kollegialen, konstruktiven Diskussion zu stellen. Das setzt natürlich eine prinzipielle gegenseitige Wertschätzung voraus.
Mit kollegialen Grüßen
Dr. Sepp Fegerl