Seit Anfang der 1990er Jahre* wurde ich zum Leiter des Echokardiografieausschusses bestellt. Es war am Anfang meiner Ausbildung das Zeitalter der M-mode-Echokardiografie. Mit dem Fortschritt in der Computertechnologie kam es zu einem rasanten Zuwachs an Informationen: 3D-Echo, Farbdoppler, 3D-Speckle-Technologie, usw. Die Zugangswege erweiterten sich enorm. Transthoracal (TTE) und Transösophageal (TEE) Intravasculär, um die wichtigsten zu nennen. Auch die Stress-Echokardiografie hat mancherorts einen gewissen Stellenwert.
In amerikanischen aber auch deutschen Kliniken wird die Durchführung der Standard-Echokardiografie von geschulten Assistenten durchgeführt und der Facharzt befundet das Bildmaterial. Aufgrund dieser massiven Ausweitung der echokardiografischen Techniken ist auch eine hochgradige Spezialisierung eingetreten. Diese Entwicklung wirft eine Reihe von Fragen der Durchführbarkeit von spezialisierten Formen der Echokardiografie in der Praxis auf.
Während der letzten Funktionsperiode wurden jährlich durchschnittlich fünf Anfragen zur Durchführung und Verrechenbarkeit mit den Kassen gestellt. Neben der Absolvierung der Ausbildungskurse wurde großer Wert auf die intensive Tätigkeit in den jeweiligen Kliniken mit entsprechend breitem Krankenpotential gelegt. Eine neue Dimension bei der Beurteilung ist die zunehmende Zahl von Kolleg*innen, welche Teile der Ausbildung beziehungsweise zur Gänze im Ausland erhalten hat.
Ich wünsche der neuen Leiterin/dem neuen Leiter des Echokardiografieausschusses viel Erfolg bei der Durchführung dieser immer komplexer werdenden Aufgabe.
Dr. Hans Awender
*Dr. Awender wurde per 28.05.1990 zum Vorsitzenden des Echokardio Ausschusses ernannt.