5. Vernetzungstreffen der Salzburger Ärztinnen: Female Finance

Das Thema „Female Finance“ im Mittelpunkt und ein spannender Vortrag von Finanzexpertinnen, warum Frauen über ein gutes Gespür für langfristiges und risikoärmeres Investieren verfügen.

Von Mag. Christoph Schwalb | med.ium 3+4/2026

Zahlreiche Medizinerinnen folgten Mitte Februar der Einladung des Ärztinnen-Referats. Es erwartete sie ein spannender Vortrag über „Female Finance“ der Private Banking-Expertinnen Alexandra Nageler und Jennifer
Sperl. Die beiden Damen stellten verschiedene Anlageformen von Investmentfonds über Anleihen bis hin zu Aktien vor und erklärten, warum eine breitgestreute Geldanlage sehr sinnvoll und lukrativ sein kann – auch und gerade für Frauen, die über ein gutes Gespür für langfristiges und risikoärmeres Investieren verfügen.

Den rund 50 Kolleginnen verschiedenster Fachrichtungen, darunter Fachgruppenobfrau Chirurgie MR Dr.in Hella Spaun, präsentierten die zwei Bankerinnen die Grundlagen des modernen Investierens. Die Tatsache,
dass Frauen in Österreich eine um rund 40 Prozent geringere Pension als Männer erhielten, verdeutliche, wie wichtig eine alternative Geldanlage sei, um die Pensionslücke zu schließen und im Alter finanziell
unabhängig zu sein, so Dr.in Ute Neubacher-Kürsten vom Ärztinnen-Referat. 

Eine breitgestreute Geldanlage sei insofern sehr sinnvoll und lukrativ, da sie langfristig über eine stabile Wertentwicklung verfüge, so die Expertinnen, die die Anlageprodukte verständlich präsentierten und zeigten,
warum diese – gerade hinsichtlich Pension – rentabel und empfehlenswert seien. 

"Frauen verfügen über ein gutes Gespür für langfristiges und risikoärmeres Investieren."

Denn langfristige Investitionen in Wertpapiere und Fonds an den Börsen verkraften Rückschläge durch weltpolitische und wirtschaftliche Ereignisse besser und schaffen mehrWert als andere Finanzprodukte. Beim „Behavioral Finance“ genannten Investieren sollte man sich psychologischer Faktoren bewusst sein, denn aufgrund der sogenannten Verlustaversion seien Verluste einprägsamer als Gewinne – egal wie hoch oder niedrig diese ausfallen. 

Besonders die kostengünstigen und gut handelbaren ETF-Fonds (passiv gemanagt, bilden die Wertentwicklung eines bestimmten Referenzindex ab) seien aufgrund ihrer hohen Diversifikation empfehlenswert, so die
Finanzexpertinnen. 

Auch wenn mehr Männer als Frauen investierten, so seien es doch vor allem Frauen, die ihr Geld langfristig und risikoärmer veranlagen würden. Eine gute Voraussetzung für das Abwägen von Chancen und Risiken mit dem Ziel, eine gute Rendite zu erhalten. Denn finanziell unabhängig zu sein bedeutet auch, selbstständig Entscheidungen zu treffen. 

Zu guter Letzt berichtete Dr.in Emilia Huschka vom Ärztinnen-Referat über weitere relevante, die Ärztinnen betreffende Veranstaltungen des Jahres, wie etwa die Jahrestagung der Organisation der Ärztinnen Österreichs, die am 14. März in Wien stattgefunden hat. 

Beim kollegialen Gespräch am Buffet ließen die Ärztinnen den Abend entspannt ausklingen.

Die nächste Veranstaltung des Ärztinnen-Referats findet am 3. September in Kooperation mit der PMU statt. 

Infos zu weiteren Netzwerktreffen erhalten Sie unter (Login erforderlich): www.aeksbg.at/aerztinnenreferat